{"id":4453,"date":"2016-10-10T16:25:56","date_gmt":"2016-10-10T14:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/quizzical-curie.5-35-241-109.plesk.page\/?page_id=4453"},"modified":"2021-03-17T16:45:23","modified_gmt":"2021-03-17T15:45:23","slug":"humorale-immunantwort","status":"publish","type":"definition","link":"https:\/\/derma.plus\/en\/definition\/humorale-immunantwort\/","title":{"rendered":"Humorale Immunantwort"},"content":{"rendered":"<p>Definition: Humorale Immunantwort<\/p>\n<p><em>Als humorale Immunantwort bezeichnet man den Teil der Immunreaktion, der durch nicht-zellul\u00e4re Bestandteile in K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten (Blut, Lymphfl\u00fcssigkeit&#8230;) vermittelt wird.<\/em><\/p>\n<p>Die humorale, antik\u00f6rpervermittelte <a href=\"https:\/\/derma.plus\/definition\/immunsystem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Immunantwort<\/a> l\u00e4uft grob in drei Phasen ab:<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wird der Krankheitserreger von speziellen Zellen (Makrophagen) als \u201ek\u00f6rperfremd\u201c erkannt und aufgenommen. Durch einen speziellen Umwandlungsprozess wird der Makrophage in die Lage versetzt, sogenannte <a href=\"https:\/\/derma.plus\/definition\/t-lymphozyten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T-Helferzellen<\/a> auf die gefundenen Krankheitserreger aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>In der zweiten Phase nehmen die T-Helferzellen Kontakt zu den antik\u00f6rperproduzierenden Immunzellen (B-Lymphozyten) auf und aktivieren diese. Die B-Lymphozyten bilden daraufhin sogenannte B-Plasmazellen, die mit der Produktion von Antik\u00f6rpern beginnen, die genau an den gefundenen Erreger angepasst sind.<\/p>\n<p>In der finalen dritten Phase binden die Antik\u00f6rper an die Krankheitserreger und \u201emarkieren\u201c sie so f\u00fcr die anderen Teile des Immunsystems, unter anderem die Zellen der zellul\u00e4ren Immunantwort, die dann eine Bek\u00e4mpfung der Erreger einleiten.<\/p>\n<p>Neben den antik\u00f6rperproduzierenden B-Plasmazellen bilden sie einige B-Ged\u00e4chtniszellen, die f\u00fcr lange Zeit in \u201eLauerstellung\u201c bleiben k\u00f6nnen und im Falle eines erneuten Kontaktes mit \u201eihrem\u201c Krankheitserreger sofort mit einer effektiven Antik\u00f6rperproduktion beginnen k\u00f6nnen (immunologisches Ged\u00e4chtnis).<\/p>\n<p>Unter bestimmten Bedingungen k\u00f6nnen Krankheitserreger auch direkt durch die B-Lymphozyten erkannt werden. Die Bildung von B-Plasmazellen und die Produktion passender Antik\u00f6rper l\u00e4uft dann direkt ohne Vermittlung durch T-Helferzellen ab.<\/p>\n<p>Neben der antik\u00f6rpervermittelten Immunantwort werden auch die Komponenten des sogenannten Komplementsystems zur humoralen Immunabwehr gerechnet. Diese vermitteln unter anderem die Aufnahme von Krankheitserregern durch Fresszellen (Phagozyten), sind in der Lage, eine Reihe von Entz\u00fcndungsreaktionen auszul\u00f6sen und k\u00f6nnen auch selbst direkt zerst\u00f6rend auf die Krankheitserreger einwirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Definition: Humorale Immunantwort Als humorale Immunantwort bezeichnet man den Teil der Immunreaktion, der durch nicht-zellul\u00e4re Bestandteile in K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten (Blut, Lymphfl\u00fcssigkeit&#8230;) vermittelt wird. 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