{"id":4508,"date":"2016-10-11T12:08:53","date_gmt":"2016-10-11T10:08:53","guid":{"rendered":"https:\/\/quizzical-curie.5-35-241-109.plesk.page\/?page_id=4508"},"modified":"2021-03-17T16:45:21","modified_gmt":"2021-03-17T15:45:21","slug":"granulationsgewebe","status":"publish","type":"definition","link":"https:\/\/derma.plus\/en\/definition\/granulationsgewebe\/","title":{"rendered":"Granulationsgewebe"},"content":{"rendered":"<p>Granulationsgewebe ist das im Rahmen der Wundheilung vor\u00fcbergehend entstehende \u201eErsatzgewebe\u201c, das einen schnellen Verschluss des Wundgebietes erm\u00f6glicht und so die Grundlage f\u00fcr die anschlie\u00dfende Epithelisierung = Wiederherstellung des urspr\u00fcnglichen Hautgewebes bietet.<\/p>\n<p>Optisch weist das Gewebe eine feink\u00f6rnige (=\u201cgranulierte\u201c), weiche, r\u00f6tliche Oberfl\u00e4che auf. Diese spezielle Oberfl\u00e4chenstruktur ist durch den mikroskopischen Aufbau des Granulationsgewebes bedingt: Granulationsgewebe besteht in erster Linie aus vielen winzigen einsprossenden Blutgef\u00e4\u00dfen (Kapillaren) und Bindegewebszellen (=Fibroblasten). Dieser Aufbau erkl\u00e4rt, dass das Gewebe generell zwar leicht zu bluten anf\u00e4ngt, aber nicht schmerzempfindlich ist, da es im Gegensatz zu intaktem Hautgewebe keine Nervenendigungen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Bei einem ungest\u00f6rten Wundheilungsverlauf bildet sich das gesunde Granulationsgewebe etwa am dritten bis vierten Tag nach der Verletzung aus. Gest\u00f6rt wird dieser Prozess durch abgestorbenes Gewebe (nekrotisches Material), Schmutz oder bakterielle Infektionen im Wundgebiet (insbesondere chronische Wunden wie Dekubitusstellen sind hiervon betroffen). Aus diesem Grunde sollten\u00a0gr\u00f6\u00dferen oder verschmutzten Wunden einer sorgf\u00e4ltig ges\u00e4ubert werden.\u00a0Chronischen Wunden ist generell eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, sie verlangen h\u00e4ufig ein professionelles Wundmanagement. Gest\u00f6rte Wundgranulationen k\u00f6nnen sich durch schmierige Anlagerungen oder eine bl\u00e4uliche F\u00e4rbung des Wundgebietes \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Ebenfalls zu den Wundheilungsst\u00f6rungen zu z\u00e4hlen ist die Ausbildung von so genanntem \u201eWilden Fleisch\u201c (=Caro luxurians). Hierbei handelt es sich um \u00fcberschie\u00dfend wucherndes Granulationsgewebe. Insbesondere Wunden im Bereich der Figer- und Fu\u00dfn\u00e4gel sowie Piercing-L\u00f6cher neigen zur Bildung von wildem Fleisch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Granulationsgewebe ist das im Rahmen der Wundheilung vor\u00fcbergehend entstehende \u201eErsatzgewebe\u201c, das einen schnellen Verschluss des Wundgebietes erm\u00f6glicht und so die Grundlage f\u00fcr die anschlie\u00dfende Epithelisierung = Wiederherstellung des urspr\u00fcnglichen Hautgewebes bietet. Optisch weist das Gewebe eine feink\u00f6rnige (=\u201cgranulierte\u201c), weiche, r\u00f6tliche Oberfl\u00e4che auf. Diese spezielle Oberfl\u00e4chenstruktur ist durch den mikroskopischen Aufbau des Granulationsgewebes bedingt: Granulationsgewebe besteht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"tags":[],"anatomies":[],"class_list":["post-4508","definition","type-definition","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/definitions\/4508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/definitions"}],"about":[{"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/definition"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/definitions\/4508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11443,"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/definitions\/4508\/revisions\/11443"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4508"},{"taxonomy":"anatomy","embeddable":true,"href":"https:\/\/derma.plus\/en\/wp-json\/wp\/v2\/anatomies?post=4508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}