Neurodermitis – Einführung von Dupilumab (Dupixent®)

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1. Dezember 2017: Einführung von Dupilumab (Dupixent®)

Beginn einer neuen Therapieära bei der Behandlung des mittelschweren bis schweren atopischen Ekzems in Deutschland

 

Mit der Zulassung von Dupilumab der Firma Sanofi-Aventis steht erstmals ein Biologikum für die Behandlung des atopischen Ekzems für Patienten ab 18 Jahren zur Verfügung.

Die herausragende Wirksamkeit der Substanz wurde in mehreren Studien gezeigt: eine dramatische Besserung des quälenden Juckreizes und des damit einhergehenden Schlafdefizits ging einher mit einer deutlichen Verbesserung des Hautbefundes.

Die Verträglichkeit der Substanz ist sehr gut, wie eine Metaanalyse von Ou und Mitarbeitern zeigte. Mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Entzündungen im Bereich der Injektionsareale sowie Konjunktivitiden (Bindehautentzündung).

Eine Vorabveröffentlichung vom 28. November 2017 von de Bruin-Weller und Mitarbeitern im British Journal of Dermatology konnte die Überlegenheit der Substanz gegenüber einer Behandlung mit dem bislang einzig zur Behandlung des atopischen Ekzems zugelassenen, Nebenwirkungs-behafteten Immunsuppressivum Ciclosporin A zeigen.

Die Substanz wird subkutan, alle 2 Wochen durch den Patienten selbst verabreicht. Zusätzlich ist weiterhin eine regelmäßige Basispflege und in vielen Fällen auch der Einsatz äußerlich eingesetzter Kortikoide oder Calcineurin-Inhibitoren notwendig.

Das Präparat ist ein kostenintensives Medikament. Da viele Patienten, teilweise ein Leben lang unter einem schweren atopischen Ekzem leiden, werden die finanziellen Belastungen durch das Medikament im Gesundheitssystem nicht unerheblich sein. Die jährlichen Medikamentenkosten belaufen sich pro Patient und Jahr auf etwa 25000€. Dupilumab führt ebenso wie die für die Psoriasis zugelassenen Biologika nicht zu einer Heilung des atopischen Ekzems, so dass eine kontinuierliche Behandlung notwendig ist.

Das Medikament ist vollumfänglich verordnungs- und erstattungspflichtig und zwar sowohl für gesetzlich als auch privat versicherte Patienten mit mittelschwerem bis schwerem atopischen Ekzem.

 

Neurodermitis – Einführung von Dupilumab (Dupixent®)
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Literatur


 

Letzte Aktualisierung am 05.12.2017