Immunsuppressiva einfach erklärt | derma.plus

Definition: Immunsuppressiva

Immunsuppressive Medikamente (=Immunsuppressiva) enthalten Wirkstoffe, welche die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems reduzieren. Im Allgemeinen werden sie bei Erkrankungen eingesetzt, die zu einer Über- oder Fehlfunktion des Immunsystems führen.

Hierunter fallen Autoimmunerkrankungen, schwere Formen von Allergien oder überschießende Entzündungsreaktionen. Überdies kommen Immunsuppressiva nach Organ- oder Gewebstransplantationen zum Einsatz, um eine Abstoßung des vom Immunsystem (zurecht) als körperfremd erkannten Gewebes zu verhindern.

Zu den Immunsuppressiva gehören die Wirkstoffgruppen der Glucocorticoide (z.B. Kortison, Prednisolon, Dexamethason) und der Zytostatika sowie eine Reihe von Antikörpern und anderen Wirkstoffen (z.B. Ciclosporin, Tacrolismus, Sirolismus, Interferon- β, Interferon-γ, Fingolimod, Fumarsäuredimethylester).

Werden Medikamente aus diesen Wirkstoffgruppen zur Therapie anderer Erkrankungen (z.B. Zytostatika zur Chemotherapie von Krebserkrankungen) eingesetzt, ist die Immunsuppression eine unerwünschte und komplikationsreiche Nebenwirkung.