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Viruslatenz

Unter Latenz versteht man in der Virologie die Fähigkeit bestimmter Viren, über lange Zeiträume in Zellen des Körpers bestehen zu bleiben, ohne vom Immunsystem als Krankheitserreger erkannt zu werden. Hierfür zieht sich das Virus in der Regel in Zellen zurück, die vom Immunsystem „weniger streng kontrolliert werden“, als der restliche Organismus (Zellen des Nervensystems, Haut). Das Genom (Erbinformation) der Viren ist dabei in den betroffenen Zellen nachweisbar, jedoch findet keine Freisetzung neu gebildeter Viren in den Körper statt. Entsprechend treten keine Krankheitssymptome auf. Durch verschiedene Einflussfaktoren wie Stress, Sonnenlicht, andere Erkrankungen oder Immunschwäche kann es zu einer Reaktivierung der Viren kommen.

Typische Vertreter von Viren, die in eine Latenzphase eintreten, sind:

  • Herpes-simplex-Virus (HSV)
  • Varicella-Zoster-Virus (VZV)
  • Epstein-Barr-Virus (EBV)
  • Humanes Zytomegalie-Virus (CMV)
  • Humanes Polyoma-Virus 2 (JC-Virus)
  • Humanes Papillomavirus (HPV)
  • Humanes T-lymphotropes Virus (HTLV)
Letzte Aktualisierung: 13. April 2021

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