Pseudomonas aeruginosa einfach erklärt | derma.plus

Definition: Pseudomonas aeruginosa

Pseudomonas aeruginosa ist ein in der Umwelt (in Wasser und Erdboden, auf Pflanzen und Tieren/Menschen) weit verbreitetes Bakterium. Es ist in der Lage, lokale Infektionen der Lungen, der Nieren und der Harnorgane sowie systemische Infektionen hervorzurufen. Außerdem ist Pseudomonas aeruginosa häufiger Erreger von Wund-, Haut- und Nagelinfektionen, insbesondere bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, wobei die genauen Erkrankungsmechanismen hier noch nicht vollständig aufgeklärt sind.

Neben einer systemischen Immunsuppression können auch lokale Schwächungen des Immunsystems eine Infektion mit Pseudomonas aeruginosa begünstigen. Hierzu zählt zum Beispiel eine Pilzinfektion der Nägel. Auch druck- oder verletzungsbedingte Schädigungen der Nägel können Sekundärinfektionen mit Pseudomonas aeruginosa begünstigen. Diese sind charakterisiert durch eine grün-blaue Verfärbung der Nägel aufgrund einer Freisetzung der Farbstoffe Pyoverdin (grün) und Pyocyanin (blau) durch die Pseudomonaden.